Der georgische Präsident Michail Saakaschwili reagiert mit der Verhängung des Kriegsrechtes nach eigenen Angaben auf die Angriffe der russischen Luftwaffe. „Ich fordere Russland auf, mit der Bombardierung friedlicher georgischer Städte aufzuhören“, sagte er. Gleichzeitig sind Hunderte von Toten zu beklagen.
Das Kriegsrecht soll 15 Tage andauern. Der Hafen Poti wurde bei den Angriffen nach Angaben des georgischen Außenministeriums zerstört. Die russische Schwarzmeerflotte zieht sich an Georgiens Küste zusammen.
Die Stadt Zchinwali wird von russischen Truppen kontrolliert. Russische Streitkräfte greifen fünfzehn Städte in Georgien an. Der Sekretär des georgischen Sicherheitsrates, Alexander Lomaia, teilte dies mit. Auch 1.000 Soldaten der Teilrepublik Abchasien nehmen mittlerweile aktiv am Krieg teil. Am Sonntag wurde auch der Einsatz von russischen Panzern in der georgischen Stadt Gori gemeldet.
US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney kritisierten das Vorgehen Russlands. Im Vorfeld hatte Georgien versucht, den UN-Sicherheitsrat mit der Lösung des Konfliktes zu beauftragen. Dies war durch Luftraumverletzungen Russlands motiviert.
Während in Anwesenheit der Außenminister Frankreichs und Finnlands, Bernard Kouchner und Alexander Stubb, Georgien eine Waffenstillstandsvereinbarung unterschrieb, kündigt der russische Politiker Wladimir Putin eine Fortführung der Kämpfe bis zum "logischen Ende" an.